Leistungsangebot der Kardiologie Frankfurt Sachsenhausen

Häufig gestellte Fragen zur Herzkatheterdiagnostik und der Behandlung mit dem Ballonkatheter

Muss man für die Untersuchung nüchtern sein?

Die letzte Mahlzeit sollte länger als vier Stunden vor der Untersuchung zurückliegen. Morgens sollten Sie noch etwas Wasser, Tee oder Mineralwasser zu sich nehmen und damit auch Ihre Medikamente einnehmen.

Ist die Untersuchung schmerzhaft?

Die lokale Betäubung in der Leiste ist in etwa schmerzhaft wie die Betäubung bei einer Zahnbehandlung. Der Druckverband nach der Untersuchung ist in den ersten 20 Minuten sehr fest und wird gelegentlich auch als schmerzhaft empfunden. Er wird dann jedoch umgehend gelockert.

Wo verbringt man die Zeit vor und nach der Untersuchung?

Sie werden in einem speziell dafür hergerichteten Raum für ambulante Untersuchungen gemeinsam mit weiteren Katheter-untersuchten Patienten verbringen. Um sich die Zeit zu vertreiben, sollten Sie sich etwas zu Lesen oder Musikhören mitbringen oder sich von einem Angehörigen begleiten lassen. Sie werden dort nach der Untersuchung vom Team der Herzkatheterabteilung betreut.

Was muss ich mit zur Untersuchung bringen?

Für den Fall, dass Sie doch die Nacht im Krankenhaus verbringen müssen, sollten Sie Waschzeug und einen Schlafanzug mitbringen. Das Praxisteam wird Ihnen Unterlagen aushändigen, die Sie mit zur Untersuchung bringen sollen. Bitte lassen Sie Ihre Wertsachen zu Hause. Bei einem ambulant geplanten Eingriff bringen Sie sich eine Kleinigkeit zum Essen mit.

Werden bei der Untersuchung Röntgenstahlen verwendet?

Bei der Herzkatheteruntersuchung handelt es sich um eine Röntgenuntersuchung mit Durchleuchtung.

Welche Gefahren birgt die Untersuchung?

Komplikationen treten in weniger als drei Prozent der Fälle auf und sind meist geringer Art (Beschwerden mit dem Druckverband, Bluterguss in der Leiste, Nachblutung in der Leiste, allergischer Ausschlag nach der Untersuchung, vorübergehende Schläfrigkeit). Selten können Strukturen, die mit dem Katheter durchfahren werden (z.B. eine Schlagader) verletzt werden. Als schwerwiegende Komplikationen werden Herzinfarkt und Schlaganfall beschrieben.

Wie muss ich mich nach der Untersuchung verhalten?

In der Woche nach der Untersuchung sollten Sie schwere körperliche Tätigkeiten (Lasten heben) vermeiden, um die Punktionsstelle in der Leiste zu schonen. Am Tag der Untersuchung dürfen Sie nicht am motorisierten Straßenverkehr teilnehmen oder mit dem Fahrrad fahren. In den ersten drei bis vier Tage nach der Leistenpunktion sollten Sie kein Vollbad nehmen und starkes Pressen auf der Toilette vermeiden. Sie können sich bei Unsicherheiten in der Praxis erkundigen oder notfalls in der zentralen Notaufnahme des Krankenhauses vorsprechen.

Welche Medikamente müssen für die Untersuchung abgesetzt werden?

Medikamente, die die Substanz "Metformin" enthalten (betrifft nur Diabetiker) müssen zwingend zwei Tage vor der Untersuchung abgesetzt werden. Ebenso müssen blutverdünnende Medikamente, wie z.B. Marcumar®, Pradaxa®, Xarelto®, Eliquis®, etc. einige Tage zuvor pausiert werden (dieses nur nach Rücksprache mit uns). Insulinpflichtige Diabetiker spritzen die Hälfte der gewohnten Dosis und nehmen ihr Insulin mit zur Untersuchung. Zuckertabletten sollen nach der Untersuchung eingenommen werden, wenn die erste Mahlzeit eingenommen wird. Alle anderen Medikamente (auch ASS/Aspirin) sollen am Morgen der Untersuchung mit Wasser eingenommen werden.

Wie funktioniert eine Ballonerweiterung?

Ballonerweiterung in 5 SchrittenZunächst muss über die Engstelle ein dünner Draht geschoben werden (Bild 1). Er dient als Führung für den Ballonkatheter. Der Ballon wird im nicht-entfalteten Zustand in die Engstelle eingeführt (Bild 2). Dann wird er unter hohem Druck mit Flüssigkeit gefüllt, so daß er eine zylindrische Form annimmt. Die verengenden Ablagerungen werden in die Innenschicht der Herzkranzarterie hinein gepresst (Bild 3). Bei der Ballonerweiterung entstehen kleine Risse in der innersten Gefäßschicht (Dissekate), die später von Gefäßwandzellen überzogen werden. Nach Entfernen des Katheters kann das Blut an dieser Stelle wieder ungehindert fließen. Damit die Ablagerungen nicht wieder zurück in die Gefäßlichtung fallen, pflanzt man heute in den meisten Fällen eine Gefäßstütze ein. Sie besteht aus einem dünnen Drahtmaschengeflecht welches mit Hilfe des Ballons entfaltet wird (Bild 4). Dieser Stent verbleibt dauerhaft im Körper und wird später von einer dünnen Schicht aus Gefäßwandzellen überzogen (Bild 5).

Bekomme ich einen beschichteten Stent?

Medikamentenbeschichtete Stents weisen eine geringere Wiederverschlussrate als herkömmliche Stents auf (4-10% gegenüber 20-30%). Bei der Einpflanzung eines beschichteten Stents orientieren wir uns an den Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie. Nicht jede Engstelle ist geeignet und nicht jede erfordert einen medikamentenbeschichteten Stent.

Sollten Sie noch weitere Fragen zur Herzkatheterdiagnostik und der Behandlung mit dem Ballonkatheter haben, nehmen Sie mit uns Kontakt auf: